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Schneewanderung

von Uwe Heimburger

Es ist ein fantastischer Tag. Ich fahre mit der S-Bahn nach Richtung München - die Arbeit "ruft". Am vorangegangenen Abend hat es bis in die Nacht hinein geschneit. Bäume und Sträucher sehen aus wie verwunschene weiße Gestalten. Ich würde am liebsten gleich wieder umdrehen und auf Fototour gehen. Geht nicht. Aber am Nachmittag habe ich keine Termine und mache mich daher nach dem Mittagessen auf den Weg nach Hause ...

Gegen 14.30 Uhr ist es soweit. Wanderstiefel an den Füßen, ausreichend warm eingepackt, Kamera-Rucksack mit Stativ auf dem Rücken, die kleine Hüft-Fototasche vor dem Bauch und die kompakte APSC Spiegelreflex um den Hals. Die Hüft-Fototasche dient mir unterwegs als Ablage während des Objektiv-Wechsels und zur Aufbewahrung der nicht an der Kamera montierten Objektive.

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Das Licht des blauen Himmels spiegelt sich im weißen Schnee. In diesem Fall korrigiere ich den Weißabgleich nicht. Das Bild gefällt mir so wie es ist.

Leider ist es bis zum Nachmittag recht warm geworden, der Schnee deutlich geschmolzen. Trotzdem schaut die Landschaft herrlich aus. Flaffig hängen Schneepuffer in Büschen und Bäumen.

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Als ich in Richtung Felder abbiege begegnen mir einige Wanderinnen und Wanderer. Eine Dame strahlt mich begeistert an. Ist das nicht toll, meint sie. Dann fügt sie hinzu: "Sie hätten heute morgen in der Aubinger Lohe sein sollen!".

Da hat sie wohl recht. Aber nun bin ich ja auf dem Weg dorthin. Und es ist immer noch fantastisch.

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Auch den Vögeln scheint der Tag zu gefallen. Munteres Gezwitschere in den Büschen.

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Bäume, bizarr in der Gestalt, fallen schneebedeckt noch stärker auf als sonst. Zwei schauen mit hängenden Schultern, einer biegt sich ...

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Zeit, das Reise-Dreibeinstativ auszupacken. Ich möchte zwei Panorama-Aufnahmen machen und montiere daher den Panoramakopf und die Schiene für den Parallaxenausgleich. An die Kamera montiere ich den für vertikale Aufnahmen notwendigen L-Winkel. Es sollen keine ausgefressenen Lichter in der Aufnahme entstehen. Daher mit Schwenk über den gesamten Ziel-Bildwinkel die optimale Belichtungszeit ermittelt. Dann Kamera auf manuellen Betrieb umgestellt und die gemerkte Belichtungszeit eingestellt. Im Anschluss mit jedem Rasterschritt des Panoramakopf eine Aufnahme gemacht.

Die Aufnahmen füge ich am Rechner mit der Panorama-Software PTGui zu einem Bild zusammen.

9. Fünf vertikale Aufnahmen mit PTGui zusammengefügt, geradlinige Projektion (rectlinear)

10. Vier vertikale Aufnahmen mit PTGui zusammengefügt, zylindrische Projektion, Beschnitt 2:1 

Stativ wieder eingepackt und weiter geht's.

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Auch der Blick nach Oben lohnt sich ...

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Rückweg. Zielgerade. Die Sonne geht bald unter. Das Licht färbt sich - leichtes Rosa schwebt über Blau. Anschließend geht es stärker Richtung Orange bis das Licht nahezu verschwindet.

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Es war ein schöner Nachmittag. Ich war ca. dreieinhalb Stunden unterwegs. Am Abend schaue ich auf meinen Schittzähler. Es sind mehr als 23.000 Schritte an diesem Tag geworden.

Alle Bilder: Pentax KP (APSC-Sensor) und Objektiv aus { M2.8/28, DA4.0/15 und 4.5-6.3/DA55-300PLM }, Nachbearbeitung mit Capture One Pro und PT Gui.

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